Aufbewahrung im Alltag

  • Nehmen Sie einen breiten Bügel. Ein dünner Drahtbügel verteilt das Gewicht der Jacke auf zwei Punkte und verformt die Schultern dauerhaft.
  • Lassen Sie Luft daran. Bewahren Sie Leder nie in einer Kleiderhülle aus Plastik auf – eingeschlossene Feuchtigkeit führt zu Schimmel. Eine atmungsaktive Hülle aus Baumwolle ist in Ordnung.
  • Halten Sie es aus der direkten Sonne. UV-Licht bleicht die Farbe aus und trocknet das Leder.
  • Halten Sie es von Hitze fern. Heizkörper und Autogebläse trocknen Leder schneller aus als alles andere.

Regelmäßige Reinigung

Für den normalen Gebrauch genügt ein trockenes Tuch – wischen Sie die Jacke alle paar Wochen ab, bevor sich Staub im Narben festsetzt. Für eine gründlichere Reinigung nehmen Sie ein leicht feuchtes Tuch mit etwas Lederreiniger. Verwenden Sie niemals Haushaltsreiniger: Er ist alkalisch und löst das Finish.

Pflege mit Balsam

Pflege ersetzt die Fette, die durch Tragen und Verdunstung verloren gehen. Zu wenig gepflegtes Leder trocknet aus und reißt irgendwann; zu viel gepflegtes wird speckig und zieht Schmutz an.

  1. Testen Sie zuerst an einer verdeckten Stelle – im Saum oder unter dem Kragen. Die meisten Balsame dunkeln Leder etwas nach.
  2. Tragen Sie mit einem weichen Tuch in kreisenden Bewegungen eine dünne Schicht auf.
  3. Lassen Sie es einige Stunden einziehen und polieren Sie Reste ab.

Ein- bis zweimal im Jahr ist bei regelmäßigem Tragen richtig. Velours und Nubuk dürfen nie mit einer Creme gepflegt werden – sie brauchen stattdessen eine Bürste und ein Schutzspray.

Regen und Wasser

Leichter Regen ist für zugerichtetes Leder kein Problem. Wischen Sie die Jacke ab, wenn Sie hereinkommen, und lassen Sie sie an der Luft trocknen.

Eine Durchnässung braucht mehr Sorgfalt:

  1. Hängen Sie die Jacke bei Zimmertemperatur auf einen breiten Bügel.
  2. Halten Sie sie von Heizkörpern, Kaminen, Föhn und direkter Sonne fern – schnelles Trocknen macht Leder steif und kann es reißen lassen.
  3. Lassen Sie sie vollständig trocknen, das kann einen ganzen Tag dauern.
  4. Pflegen Sie sie, sobald sie trocken ist.

Bei Velours ist es anders: an der Luft trocknen lassen und den Strich anschließend mit einer Veloursbürste wieder aufrichten.

Flecken und Spuren

  • Kratzer auf Anilinleder verschwinden oft, wenn Sie sie mit den Fingern leicht erwärmen und sanft reiben – die Fette im Leder verteilen sich neu. Das ist eine Eigenschaft ungedeckten Leders, kein Mangel.
  • Tinte gehört in professionelle Hände. Hausmittel auf Alkoholbasis lösen meist die Farbe gleich mit.
  • Fett lässt sich manchmal mit Talkum oder Speisestärke herausziehen, die über Nacht aufliegt und dann abgebürstet wird. Reiben Sie Fett nie mit Wasser ein.
  • Salzränder sollten zügig behandelt werden – verdünnter weißer Essig, dann klares Wasser, dann trocknen und pflegen.

Aufbewahrung über die Saison

  1. Reinigen Sie die Jacke, damit nichts monatelang im Narben sitzt.
  2. Pflegen Sie sie.
  3. Hängen Sie sie auf einen breiten Bügel in eine atmungsaktive Hülle.
  4. Lagern Sie sie kühl, trocken und dunkel – nicht auf dem Dachboden, nicht im feuchten Keller.

Niemals

  • In die Waschmaschine oder in den Trockner geben.
  • Mit Föhn oder Heizkörper schneller trocknen.
  • Sattelseife auf Bekleidungsleder verwenden – sie ist für deutlich schwerere Häute gemacht.
  • In Plastik aufbewahren.
  • Eine Lederjacke für längere Zeit falten; die Knicke bleiben.

Wann eine Fachwerkstatt zu tun hat

Reißverschluss tauschen, neu füttern, nachfärben und tiefenreinigen sind für eine Lederwerkstatt Routine – und alle lohnen sich. Eine Jacke, die strukturell in Ordnung ist, aber müde aussieht, lässt sich fast immer zurückholen. Genau das ist das ganze Argument dafür, von vornherein gut zu kaufen.